Die Sage der Burg

ERZÄHLTHEATER FÜR KINDER AB 3 JAHREN

Inspiriert von der Sage “Von der Burg Hochosterwitz und der Gräfin Maultasch”erzählen wir diese alte und einfache Geschichte mit Bildern, Geräuschen und Tönen um große wie kleine Zuschauer in eine Zeit der Sagen und Mythen, der Burgen und Belagerungen mitzunehmen.

Eine kleine Geschichtsstunde als lustige Vorstellung in der besten Tradition der Geschichtenerzähler. Unvergesslich und unvergleichlich.

Ein Erzähler kommt mit seinem Reisetheater und erzählt uns eine Geschichte die bereits in der ganzen Welt erzählt wird. Eine böse Königin fällt mit ihrem Heer über das Land her und raubt und plündert und brandschatzt. Bis sie zur einer besonderen Burg kommt. Mutig leisten die Burgleute widerstand und so wird die Burg belagert. Wochen und Monate vergehen und die Nahrung auf der Burg wird knapp. Nur durch eine verzweifelte List können die Burgleute sich der Angreifer entledigen. So soll den Angreifern vorgetäuscht werden, dass die Burg noch Vorräte in Hülle und Fülle hat. Dies gelingt und so bleibt die Moral, dass manchmal nur ein einzige gute Idee ausreicht, um ein ganzes Heer zu besiegen. 

Zum einen bedienen wir uns einem gängigen Sagenmotiv, welches nicht einzigartig für die Burg Hochosterwitz ist, sondern sich in vielen Burg-Belagerungsgeschichten aus dem deutschsprachigen Raum wiederfindet. So zum Beispiel auf der Burg Alt Eberstein in Baden, der Burg Güssing im Burgenland, der in Hohenneufen in Baden-Württemberg, in Burg Grad in Slowenien und noch weiteren. Die Geschichte ist stets die gleiche, eine Burg, eine feindliche Übermacht und eine Belagerung. Das auflösende Motiv unterstreicht den menschlichen Erfindungsreichtum, der besonders in Zeiten der Not Lebensrettend sein kann, und  fokusiert die Macht des Gedanken über die der Gewalt.

Zum anderen benutzen wir Elemente des Kamishibai, einer japanischen Erzähltradition. Die Ursprünge diesen können bereits im 10 Jhd. bei buddhistischen Wandermönchen gefunden werden. Die Vorführer des Kamishibai erzählen mit kurzen texten zu wechselnden Bildern, die in einen Bühnenähnlichen rahmen geschoben werden. Die einzigartige Magie des Kamishibai-Erzähltheaters liegt in seiner Einfachheit. Der hölzerne Rahmen fesselt den Blick und steigert die Faszination der Bilder. Die Handlung zwischen den Akteueren findet vor unserem Inneren Auge statt und bekommt so stets eine individuelle Interpretation von jedem einzelnen Zuschauer.

Dieses Solo-Stück ist zugleich unterhaltsamer Geschichtsunterricht und historische Unterhaltung. Anschaulich wird für die kleinsten Zuschauer erklärt was eine Belagerung ist und wie die Menschen damit umgingen. Der Mittelpunkt der Handlung ist der Kamishibai-Guckkasten, der neben dem sehr beweglichen Erzähler einen Visuellen Ankerpunkt bietet. Die Bildsprache der Bühne ist sehr schlicht und erlaubt so ein ablenkungsfreies Eintauchen in die Handlung.

Die genutzten, professionell illustrierten Bilder sind leicht lesbar und haben sowohl informativen, wie symbolischen Charakter. 

Die erzählte Handlung wird mit diversen Geräuschen und Tönen untermalt, die sowohl durch Musikinstrumente, wie auch Alltagsgegenstände erzeugt werden. Die Spielweise wird dominiert von dem Erzähler, der auch die verschiedenen Charaktere der Geschichte darstellt und die Handlung sowohl vorantreibt wie auch kommentiert. Am Ende bleibt, wie schon bei mittelalterlichen Fastnachspielen, das Fazit – die Moral von der Geschicht – und bringt den Kathartischen Moment für den Zuschauer, der diese Geschichte als Anlass zum Nachdenken und Diskutieren mit nach nach Hause nimmt.

Erzählerstück für Familienpublikum

Dauer: 25 Minuten

für ALLE AB 3 JAHREN

Spiel: Dennis Katzmann

Idee /Konzept: Dennis Katzmann

Bühne / Puppen: Miha Makovec, Lara Mastnak

Künstlerische Mitarbeiter:

Mariia Filimonenko